gesetzliche Betreuungen

 

Aufgaben des Betreuers


Der Betreuer führt die Betreuung rechtlich.
Der Betreuer unterliegt der Aufsichtspflicht des Betreuungsgerichts.
Der Betreuer hat die Angelegenheiten des Betreuten so zu besorgen, wie es dessen Wohl entspricht. Zum Wohl des Betreuten gehört auch die Möglichkeit im Rahmen der ihm verbliebenen Fähigkeiten und Fertigkeiten sein Leben nach eigenen Wünschen und Vorstellungen gestalten zu können (§ 1901 Abs. 2 BGB).
Der Betreuer hat im Rahmen der ihm übertragenen Aufgaben für das Wohl der betreuten Person zu sorgen. Das bedeutet, dass der persönliche Kontakt, insbesondere das persönliche Gespräch mit der betreuten Person, wesentlich ist.
Regelmäßige Kontakte und Gespräche über wichtige anstehende Entscheidungen ermöglichen dem Betreuer sich ein Bild davon zu machen, welche Vorstellungen der Betreute hat, was er gerne möchte und was er nicht will. Regelmäßige Kontakte zum Betreuten müssen dem Betreuungsgericht gegebenenfalls nachgewiesen werden.
Wünsche sind, soweit sie der betreuten Person nicht schaden und es dem Betreuer zuzumuten ist, zu erfüllen. Er soll auch mithelfen, dass die zu betreuende Person die Möglichkeiten nutzt, die zur Heilung oder Besserung seiner Krankheit oder Behinderung beiträgt bzw. eine Verschlimmerung verhindert oder die Folgen mindern kann. Ebenfalls soll der Betreuer dafür Sorge tragen, dass die verbliebenen Fähigkeiten des Betreuten gefördert werden.
Entsprechend einer Ermessensentscheidung des Betreuungsgerichts hat der Betreuer zu Beginn der Betreuung einen Betreuungsplan zu erstellen, in dem die Ziele der Betreuung und die zu ihrer Erreichung zu ergreifenden Maßnahmen dargestellt werden (§ 1901 Abs. 4 BGB).

Die Betreuungsstelle ist verpflichtet, den Betreuer bei dieser Aufgabe zu unterstützen, wenn dies von ihm gewünscht wird.
Der Betreuer vertritt die zu betreuende Person gerichtlich und außergerichtlich. Dieses bedeutet, dass Erklärungen (innerhalb der zugewiesenen Aufgabenkreise) des Betreuers auf jeden Fall gegenüber Dritten rechtlich bindend sind und ihn verpflichten, vertragliche Vereinbarungen zu erfüllen. Im Innenverhältnis kann jedoch der Betreute Schadenersatz verlangen, wenn seine Wünsche ohne besondere Gründe durch den Betreuer missachtet wurden. Die Inanspruchnahme der Vertretungsbefugnis sollte auf jeden Fall immer genauestens geprüft werden.
Stellt der Betreuer fest, dass der Betreute auch in anderen Bereichen Unterstützung durch den gesetzlichen Vertreter braucht, darf er hier nicht einfach tätig werden. Auf jeden Fall muss er das Betreuungsgericht davon in Kenntnis setzen und die Entscheidung abwarten.
Der Betreuer hat die Stellung eines gesetzlichen Vertreters. Allerdings kann die betreute Person weiterhin selbst Rechtsgeschäfte abschließen, wenn kein Einwilligungsvorbehalt besteht und/oder der Betreute geschäftsfähig ist.

(Auszug aus Leitfaden f. Berufsbetreuer der Stadt Düsseldorf)

Kontakt

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Sengbachweg 9

40625 Düsseldorf

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